Was sind die Herausforderungen beim MacBook-Drucken in Windows-Netzwerken?

Juni 15, 2021

In Zeiten des hybriden Arbeitens (Hybrid Work) erfreuen sich Apple MacBooks zunehmender Beliebtheit. Allein im ersten Quartal des Jahres 2021 erreichte Apple einen Umsatz von 9,1 Milliarden US-Dollar mit Mac-Computern. Das sind über 3 Milliarden US-Dollar mehr als im Vergleichsquartal.

Daher stellt sich für immer mehr Unternehmen die Frage, wie Apple MacBooks effektiv in Windows-Netzwerke eingebunden werden können. Insbesondere das Drucken ist für die Beteiligten in vielfacher Hinsicht herausfordernd.

MacBook-Drucken in Windows-Netzwerken stellt Unternehmen vor viele Herausforderungen
Wie können Unternehmen ihren Mitarbeitern eine optimale Druckunterstützung beim Einsatz von Apple MacBooks bieten? (Photo by Wes Hicks on Unsplash)

Wie unterscheiden sich Windows- und MacBook-Drucken?

Windows und Mac gehen beim Drucken vollständig andere Wege. Beim Apple Mac ist die Verwandtschaft mit Unix noch deutlich zu erkennen: Hier basiert das Drucken auf dem Common Unix Printing System (CUPS), welches aber zunehmend von dem vom iOS-System geerbten AirPrint abgelöst wird. Das ist auch der Grund, warum es keine reinen Mac-Druckertreiber gibt. Entweder wird ein CUPS-Treiber verwendet oder der Drucker unterstützt AirPrint und ermöglicht dem Mac das treiberlose Drucken.

Windows verfügt über ein völlig eigenständiges, über Jahrzehnte gereiftes Drucksystem. Aus diesem Grund ist es auch ausgeschlossen, Windows-Druckertreiber einfach auf dem MacBook zu installieren. Der Drucker muss die Anforderungen des Mac-Rechners erfüllen, also entweder einen CUPS-Druckertreiber bieten, der eventuell bereits mit dem Betriebssystem mitgeliefert wird, oder AirPrint unterstützen.

Woran scheitert das MacBook-Drucken im Unternehmen?

Mac-Anwender haben häufig wenig Verständnis dafür, dass das Drucken im Unternehmen nicht einfach funktioniert. In ihrem Heimnetzwerk ist es eine Frage von Minuten, bis der erste Ausdruck erfolgen kann. Systemsteuerung öffnen, Drucker suchen, Treiber auswählen (falls der Drucker nicht schon AirPrint unterstützt) und schon kann es losgehen. Aber so einfach ist es im Unternehmensnetzwerk meistens nicht:

  1. Netzwerksegmentierung
    Drucker sind komplexe Geräte und stellen immer wieder ein Sicherheitsrisiko dar. Sie verfügen über ein eigenes Betriebssystem, das gegen Sicherheitslücken immer aktuell geschützt werden muss. Und sogar ganze Festplatten im Drucker sind für Hacker beliebte Angriffsziele. Um so erschreckender, dass viele Drucker direkt aus dem Internet erreichbar sind, wie der Branchendienst Golem meldete.

    Deshalb ist es dringend geraten, Drucker in einem eigenen Netzwerksegment anzulegen, so dass ein direkter Zugriff erst gar nicht möglich ist. Doch genau damit endet dann auch die Einfachheit des Mac-Druckens: Das Bonjour-Protokoll zum Auffinden der Drucker kann diese Hürde nicht überspringen und findet daher keine Drucker.
  2. Windows-Druckserver
    Drucken in Unternehmensnetzwerken erfolgt in der Regel nicht direkt, sondern über Druckserver. Auch wenn diese wegen des mit ihnen verbundenen Wartungsaufwands immer wieder in der Kritik stehen, so haben sie doch ihre Existenzberechtigung. Sie entlasten sowohl den Rechner als auch den Drucker und verhindern den unsicheren, direkten Zugriff auf die Druck-Geräte.

    Windows-Druckserver werden vom MacBook wie jeder andere PC behandelt, der einen Drucker freigibt. Letztendlich muss das Apple MacBook dazu entsprechend in dem Active Directory angemeldet sein. Grundsätzlich ist es also möglich, Windows-Druckserver und Apple Mac Books im Unternehmen zu nutzen. Bei der Umsetzung muss allerdings auf die Details geachtet werden, damit das Drucken erfolgreich gelingt.
  3. Keine automatische Treiber-Installation
    Zudem muss beim MacBook-Drucken darauf geachtet werden, dass die Namen des Druckers und des Computers nur die folgenden Zeichen verwenden dürfen: A-Z, a-z, 0-9, !, $, *, (, ), _, +, -, ‘ und . (Punkt). Das ist sicherlich noch beherrschbar. Ein großer Vorteil von Windows ist, dass gleich mit Anmeldung am Druckserver die entsprechenden Treiber installiert werden. Das entfällt leider beim Mac, womit die Suche nach einem kompatiblen Treiber-Pendant beginnt.
  4. Remote Desktops
    Richtig schwierig wird das Drucken in Verbindung mit Remote Desktops. Hier startet das Drucken im Remote Windows Desktop, also mittels eines Windows-Druckertreibers und dann lokal auf dem MacBook mit dem CUPS-System und einem CUPS-Treiber. Gerendert wird, bevor der Druckauftrag auf den Drucker gesendet wird. Bei dieser Vielzahl von Umwandlungen und durch den Remote-Ansatz kann es hier zu Problemen in Bezug auf Formattreue und Druckgeschwindigkeit kommen.

Fazit: So gelingt MacBook-Drucken im Unternehmen

Die gute Nachricht ist, dass das Drucken mit Apple MacBooks in Windows-Netzwerken funktioniert. Allerdings ist damit einiges an Aufwand verbunden. Und wenn ein Drucker im Unternehmensnetzwerk ausgetauscht wird, startet die ganze Arbeit von vorne.

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