Sicherheitslücke bei Seiko-Epson-Druckern: Was du wissen musst
By Silke Kluckert on Oktober 2, 2024

Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke in mehreren Seiko-Epson-Geräten erfordert die Aufmerksamkeit von Druckerbesitzer:innen. Die Schwachstelle betrifft den internen Management-Webserver bestimmter Epson-Druckermodelle. Die Gefahr ist real: Unter bestimmten Bedingungen können Angreifer:innen über die Web-Konfigurationsoberfläche Zugriff auf diese Geräte erhalten und die volle Kontrolle übernehmen.
Was steckt hinter dieser Sicherheitslücke?
Epson hat eine Sicherheitswarnung veröffentlicht: Bei mehreren Geräten fehlt ein Standardpasswort für den internen Management-Webserver. Das bedeutet, die Person, die als Erste:r auf diese Verwaltungsseite zugreift, kann ein Passwort festlegen. Wird dieser Schritt nicht umgehend durchgeführt, bleibt das Gerät angreifbar. Besonders kritisch wird es, wenn Angreifer:innen Zugriff auf die Verwaltungsseite erhalten, denn dann könnten sie vollständige administrative Rechte über den Drucker erlangen. In einem Unternehmensnetzwerk stellt das ein erhebliches Risiko für die gesamte IT-Sicherheit dar, weil Drucker oft als Brücke ins lokale Netzwerk fungieren.
Die Schwachstelle ist als CVE-2024-47295 registriert und in der NIST-Datenbank gelistet. Auf der Webseite von Epson, die im Sicherheitshinweis verlinkt ist, findest du eine detaillierte Liste der betroffenen Modelle.
Unsere Einschätzung
Das Problem ist einfach, aber gefährlich. Das Fehlen eines Standardpassworts für die Verwaltungsoberfläche bietet Angreifer:innen eine leichte Möglichkeit zur Übernahme, besonders wenn ein Drucker schnell und ohne Sorgfalt eingerichtet wird. Es ist nicht das erste Mal, dass Drucker durch solche Schwachstellen zu Einfallstoren für Angreifer:innen werden – schließlich sind sie vollwertige Computer im Netzwerk.
Der Weg zur Behebung ist klar: Sobald das Gerät in Betrieb ist, sollte sofort ein starkes Passwort gesetzt werden. Idealerweise fordert das Gerät Administrator:innen dazu auf; in der Hektik wird das jedoch oft übersehen. Außerdem ist es wichtig, Drucker in einem abgesicherten Netzwerksegment zu betreiben. Wir empfehlen, Geräte in einem separaten, geschützten Netzwerksegment ohne öffentlichen Zugriff zu platzieren. Dadurch können Angreifer:innen keinen Zugriff auf die Verwaltungsseite erhalten und das Risiko unbefugten Zugriffs verringert sich deutlich.
Fazit
Diese Schwachstelle zeigt erneut, wie wichtig es ist, nicht nur IT-Endpunkte, sondern auch Drucker als potenzielle Angriffspunkte im Netzwerk zu betrachten. Durch grundlegende Maßnahmen wie die Vergabe eines starken Passworts und die Platzierung der Drucker in einem geschützten Netzwerksegment lassen sich viele Risiken vermeiden.
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Frequently Asked Questions
Worin besteht die Sicherheitslücke bei Seiko-Epson-Druckern?
Die Sicherheitslücke in Seiko-Epson-Druckern ermöglicht es Angreifer:innen, die vollständige Kontrolle über betroffene Geräte zu erlangen. Dies geschieht über den internen Management-Webserver des Druckers und dessen Web-Konfigurationsoberfläche.
Welche Druckermodelle von Seiko-Epson sind von dieser Schwachstelle betroffen?
Die Schwachstelle betrifft mehrere Seiko-Epson-Druckermodelle, insbesondere solche mit einem internen Management-Webserver. Eine genaue Liste der betroffenen Modelle erhältst du am besten direkt von Epson oder von deiner IT-Abteilung.
Wie können Angreifer:innen diese Druckerschwachstelle ausnutzen?
Angreifer:innen können die Schwachstelle ausnutzen, indem sie über die Web-Konfigurationsoberfläche Zugriff auf den Drucker erhalten. Unter bestimmten Bedingungen ermöglicht das die Übernahme der vollständigen Kontrolle über das Gerät.
Welches Risiko birgt diese Sicherheitslücke bei Seiko-Epson-Druckern?
Das größte Risiko besteht darin, dass Unbefugte die Kontrolle über deinen Seiko-Epson-Drucker übernehmen können. Das kann zu unbefugtem Zugriff, Datenlecks oder zur Manipulation von Druckaufträgen führen.
Wie kann ich meinen Seiko-Epson-Drucker vor dieser Sicherheitslücke schützen?
Um deinen Seiko-Epson-Drucker zu schützen, solltest du die offiziellen Sicherheitshinweise von Epson befolgen und die Firmware deines Druckers aktualisieren. Zusätzlich kann die Segmentierung deines Druckernetzwerks helfen, potenzielle Risiken zu minimieren.
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